NEXUM GROUP AG
Fragen & Antworten
Die Antworten richten sich an Aktionäre, Analysten, Journalisten, Immobilienpartner und Interessenten. Wir erklären erreichte Meilensteine, unser Geschäftsmodell und unsere nächsten Ziele – klar und mit überprüfbaren Quellen.
Alle Quellen sind am Ende der jeweiligen Antwort angegeben. Angaben zu Absichten und Zielen sind als solche bezeichnet. Stand: 4. November 2026
Aktie, Handel & Kapitalmarktstrategie
Ja. Die Frankfurter Wertpapierbörse hat den Handel unserer Aktie am 2. November 2026 offiziell wieder aufgenommen. Nexum ist weiterhin im regulierten Markt (General Standard) zugelassen. Damit ist ein wichtiger Schritt unserer Kapitalmarktstrategie erreicht. Als Nächstes stehen die operative Umsetzung unserer Projektpipeline und der Ausbau einer breiteren Aktionärsbasis im Mittelpunkt.
Die Börse setzte den Handel am 17. August 2026 aus. Eine darüber hinausgehende abschließende Begründung für diese Entscheidung haben wir trotz Rückfragen nicht erhalten. In den Gesprächen mit Börse und BaFin wurden uns keine zusätzlichen konkreten Beanstandungen genannt. Am 2. November gab die Börse den Handel wieder frei. Damit ist die Handelsaussetzung beendet.
Die Börse hatte den Widerruf im September wegen ausstehender historischer Finanzberichte angekündigt. Wir haben diese Berichte im September veröffentlicht und gegen den Widerrufsbescheid Widerspruch eingelegt. Die Börse bestätigte am 5. Oktober dessen aufschiebende Wirkung: Die Zulassung blieb bestehen. Seit dem 2. November ist die Aktie wieder handelbar. Eine separate, förmliche Abschlussentscheidung über den Widerspruch liegt uns bislang nicht vor. Die Handelswiederaufnahme und das Widerspruchsverfahren sind daher zu unterscheiden.
Quellen: FWB-Bekanntmachung, 05.10.2026 · FWB-Handelswiederaufnahme, 02.11.2026
Unsere Aktie ist seit dem 2. November wieder für den Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse freigegeben. Sie trägt die ISIN DE000A41YGA6, die WKN A41YGA und das Börsenkürzel NXM. Ob und über welchen Handelsplatz ein Broker Orders bereits anbietet, hängt von dessen Systemanbindung ab. Maßgeblich sind die aktuellen Kurs- und Orderinformationen der jeweiligen Depotbank beziehungsweise des Handelsplatzes.
Quellen: FWB – Instrument und Handelsfreigabe
Die damaligen Kursbewegungen fielen mit der Übernahme des früheren creditshelf-Börsenmantels und der erwarteten Neuausrichtung zu Nexum zusammen. Solche Reverse-IPO-Situationen ziehen häufig spekulative Nachfrage an. Zugleich war das handelbare Aktienangebot sehr begrenzt. Das konnte starke Kurssprünge auslösen, ohne dass entsprechend hohe Umsätze zustande kamen. Historische Kursstellungen ohne nennenswerte Ausführungen sind daher nur eingeschränkt als belastbare Marktpreise zu interpretieren. Für die langfristige Bewertung zählen die tatsächlichen Ergebnisse unserer Immobilienstrategie.
Quellen: Historische Kursübersicht · BaFin-Bescheid mit Aktionärsvereinbarungen
First Capital AG und Philipp von Erffa beantragten am 22. Juni die Befreiung vom Pflichtangebot. Für die Dauer des Verfahrens bestanden mit den außenstehenden Aktionären Nichtandienungs- und Depotsperrvereinbarungen einschließlich Veräußerungsbeschränkungen. Das reduzierte das verfügbare Angebot erheblich. Die BaFin erteilte die Befreiung am 2. Oktober. Die vertraglichen Beschränkungen waren nicht der rechtliche Grund für die separate Handelsaussetzung der Börse.
Wir haben die börsennotierte Gesellschaft insgesamt neu ausgerichtet, Governance, Compliance, das Team und die Finanzorganisation aufgebaut, die historischen Finanzberichte veröffentlicht und die Handelswiederaufnahme erreicht. Seit dem 3. November gibt es zudem einen konkreten operativen Transaktionsmeilenstein: Wir haben den Kaufvertrag für ein Wohnimmobilienprojekt in der Münchner Maxvorstadt unterzeichnet. Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 20 Mio. Euro. Der Vertrag ist unterzeichnet; ein bereits erfolgtes Closing oder realisierte Projektgewinne haben wir damit nicht gemeldet.
Quellen: Ad-hoc-Mitteilung vom 03.11.2026 · IR-Nachrichten
Unsere Aktie eröffnet eine Beteiligung an einer Immobilienplattform, die in einer anspruchsvollen Marktphase gezielt neue Projekte aufbauen will. Wir konzentrieren uns auf Wohnimmobilien mit klarer Nachfrage, fortgeschrittenem Baurecht und realistischen Verkaufswegen. Erträge sollen aus vereinbarten Leistungen und Fees, eigenen Equity-Beteiligungen sowie direkt gehaltenen Projekten entstehen. Mit dem ersten Signing in München wird aus der Strategie eine konkrete Transaktion. Ob daraus nachhaltige Gewinne, Cashflow und steigender Unternehmenswert entstehen, muss die operative Umsetzung zeigen.
Quellen: Ad-hoc – Münchner Projekt · Unsere Immobilienstrategie
Nach der Handelswiederaufnahme bestimmen Angebot und Nachfrage wieder die Kursbildung. Für kurzfristig orientierte Anleger sind die tatsächlich ausgeführten Umsätze, die Geld-Brief-Spanne und die Orderbuchtiefe wichtiger als einzelne Kursanzeigen. Gerade bei noch engem Streubesitz können bereits kleinere Orders deutliche Ausschläge verursachen. Wir wollen die Handelbarkeit durch mehr frei verfügbare Aktien und regelmäßige Kapitalmarktkommunikation unterstützen. Eine bestimmte Kursentwicklung oder tägliche Liquidität können wir nicht zusagen.
Quellen: FWB – Wiederaufnahme · Investor Relations
First Capital AG ist unsere Ankeraktionärin; ihr Alleinaktionär Philipp von Erffa ist zugleich CEO von Nexum. Die BaFin hat First Capital und Philipp von Erffa am 2. Oktober 2026 von den im Bescheid bezeichneten Pflichten zur Abgabe eines Pflichtangebots befreit. Wir wollen den Streubesitz schrittweise verbreitern: durch Umplatzierungen bestehender Aktien und – nach den erforderlichen Beschlüssen – mögliche Kapitalmaßnahmen. Neben institutionellen Investoren und Family Offices sprechen wir gezielt auch Privatanleger an. Entscheidend für einen lebendigen Börsenhandel sind eine breite Nachfrage, verlässliche Informationen und tatsächliche Handelsumsätze. Beteiligungsverhältnisse können sich verändern; den jeweils aktuellen Stand zeigen die veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen.
Quellen: BaFin-Befreiungsbescheid · Investor Relations
Wir führen strukturierte Gespräche mit potenziellen Investoren, um Interesse und mögliche Rahmenbedingungen für Aktienplatzierungen oder Kapitalmaßnahmen zu prüfen. So können wir Transaktionen besser vorbereiten. Soweit eine Marktsondierung im Sinne der Marktmissbrauchsverordnung vorliegt, beachten wir die dafür geltenden Regeln. Öffentliches Investor Relations und Gespräche mit institutionellen Kapitalgebern verfolgen denselben Anspruch: nachvollziehbare Informationen über Strategie, Fortschritte und Kapitalbedarf. Market Sounding ist keine Maßnahme zur Kursstützung.
Wir wollen Nexum zu einer für private und institutionelle Anleger gut nachvollziehbaren Kapitalmarktgesellschaft entwickeln. Dazu gehören regelmäßige Finanzberichte, Quartalsinformationen, klare Governance und ein professioneller Dialog mit Analysten und Investoren. Für 2027 planen wir einen Wechsel in den Prime Standard und bereiten die dafür nötigen Prozesse bereits vor. Die nächste Quartalsmitteilung ist für den 30. November 2026 vorgesehen. Der Segmentwechsel setzt die Erfüllung der jeweiligen Börsenanforderungen voraus.
Die börsennotierte Aktie kann neben klassischen Projektfinanzierungen ein zusätzliches Instrument für Wachstum werden: durch Kapitalerhöhungen, mögliche Beteiligungs- und Transaktionsstrukturen sowie eine breitere Investorenbasis. Ein liquiderer Handel kann die Verwendbarkeit der Aktie als Transaktionswährung verbessern. Ob ein Finanzierer Aktien als Sicherheit akzeptiert, entscheidet er allerdings selbst. Unser Ziel ist eine Aktie, deren Marktliquidität, Unternehmensinformationen und operative Wertentwicklung institutionellen Anforderungen zunehmend besser entsprechen.
Quellen: Investor Relations
Geschäftsmodell, Pipeline, Umsetzung & NPLs
Wir verbinden Ankauf, Finanzierung, Entwicklung, Bau und Vertrieb in einer integrierten Immobilienplattform. Der Ausgangspunkt ist die Käufernachfrage: Welche Wohnungen sind an einem Standort gefragt, zu welchem Gesamtpreis und in welcher Zeit lassen sie sich verkaufen? Dann prüfen wir passende Objekte mit fortgeschrittenem Baurecht. Finanzierung, Generalunternehmer und Vertrieb bereiten wir möglichst parallel vor. Unser Ziel ist nicht die längste Wertsteigerungsgeschichte, sondern die wirtschaftlich attraktive und zügige Umsetzung – mit planbaren Mittelrückflüssen und erneuter Investition des freigesetzten Kapitals.
Quellen: Immobilienstrategie
Wir verdienen Geld an klar definierten Leistungen und am wirtschaftlichen Erfolg von Immobilieninvestitionen. Dafür kommen Akquisitions-, Strukturierungs-, Development- und Management-Fees, eigene Equity-Beteiligungen sowie Verkaufsergebnisse direkt gehaltener Projekte infrage. Ein niedriger Einkaufspreis schafft zunächst Potenzial, aber noch keinen Gewinn. Fees werden nur entsprechend den jeweiligen Verträgen erfasst; konzerninterne Vergütungen werden bei der Konsolidierung eliminiert. Derselbe wirtschaftliche Ertrag wird nicht doppelt gezählt. Für Aktionäre sind am Ende die realisierten Ergebnisse und der tatsächlich verfügbare Cashflow entscheidend.
Quellen: Finanzberichte · Geschäftsmodell
Am 3. November 2026 haben wir das Signing für ein Projekt in der Münchner Maxvorstadt nahe der TU München veröffentlicht. Geplant sind die Revitalisierung eines Bestandsgebäudes, eine Dachaufstockung und ein Neubau im Hinterhof. Die vorgesehene Bruttogeschossfläche beträgt rund 2.800 m², das Gesamtinvestitionsvolumen rund 20 Mio. Euro. Wir haben einen erheblichen Abschlag auf den Bodenrichtwert kommuniziert. Ein positiver Bauvorbescheid liegt vor; der Bauantrag ist gestellt. Die Ad-hoc meldet das Signing, nicht den bereits vollzogenen Eigentumsübergang.
Quellen: Ad-hoc-Mitteilung vom 03.11.2026
Wir kaufen nicht zuerst ein Grundstück und suchen danach Käufer. Bereits vor dem Signing prüfen wir mit Markt- und Vertriebsdaten, welche Wohnungsgrößen, Grundrisse und absoluten Kaufpreise am Standort funktionieren. Aktuell sind kompakte, effizient geschnittene Wohnungen oft besonders gut vermarktbar. Entscheidend bleibt der jeweilige Mikrostandort. Ein theoretisch maximaler Quadratmeterpreis ist für uns weniger wert als ein realistischer Verkaufspreis bei guter Nachfrage und kurzer Kapitalbindung.
Quellen: Immobilienstrategie · Best Place Vertrieb
Best Place ist unser strategischer, nicht exklusiver Vertriebspartner. Das Unternehmen bezeichnet sich als Deutschlands führende unabhängige Verkaufsplattform für Projektentwickler und Portfolioinhaber. Wir beziehen Best Place bereits in die Produkt- und Ankaufsprüfung ein: Zielgruppe, Wohnungsmix, Preispositionierung und erwartete Absatzgeschwindigkeit beeinflussen unsere Entscheidung. Nach dem Erwerb bereiten wir Exposés, Visualisierungen, Marketing und Vertrieb so früh wie möglich vor. Je nach Projekt arbeiten wir auch mit weiteren Spezialisten zusammen. Der Vertrieb beginnt für uns nicht erst mit der Fertigstellung.
Quellen: Best Place – Vertrieb
Zwischen notarieller Vertragsunterzeichnung (Signing) und wirtschaftlichem Vollzug (Closing) liegen bei den von uns angestrebten Transaktionsstrukturen häufig drei bis zwölf Monate. Diese Zeit ist für uns eine aktive Vorbereitungsphase. Der unterzeichnete Kaufvertrag schafft oft erst die Voraussetzung, eine Finanzierung verbindlich abzuschließen. Parallel finalisieren wir Finanzierung, prüfen Genehmigungen, führen GU-Ausschreibungen, verhandeln Kosten und Termine und bereiten Vermarktungsunterlagen vor. Welche Schritte wir vor Closing ausführen dürfen, regelt der jeweilige Vertrag. Wir wollen nach dem Closing ohne vermeidbaren Zeitverlust starten.
Quellen: Investmentstrategie
Wir strukturieren jedes Projekt mit einem passenden Mix aus Eigenkapital, Bankfinanzierungen und gegebenenfalls weiterem Kapital von Co-Investoren oder Joint-Venture-Partnern. Wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, investiert Nexum selbst; auch First Capital kann auf vertraglicher Grundlage Kapital bereitstellen. Damit partizipieren wir zusätzlich zu unseren Leistungen am Projektergebnis. Der Umfang unseres Eigenkapitaleinsatzes und die Gewinnverteilung werden für jedes Projekt gesondert vereinbart. Eine Aktienkapitalerhöhung auf Ebene der AG ist von der Finanzierung eines einzelnen Projekts zu unterscheiden.
Quellen: Investor Relations
Wir bevorzugen Projekte, deren Baurecht bereits weit fortgeschritten ist, und bereiten die GU-Ausschreibung früh vor. Mit geeigneten Generalunternehmern streben wir, soweit möglich, Pauschal- oder Festpreise, verbindliche Terminpläne und passende Sicherheiten an. Dazu prüfen wir Leistungsumfang, Schnittstellen und Bonität des Baupartners. Solche Verträge erhöhen die Kalkulationssicherheit, beseitigen aber nicht jedes Bau- und Fertigstellungsrisiko. Der Vorteil entsteht aus der Kombination von fortgeschrittenem Baurecht, vorbereiteter Finanzierung, früher Bauvergabe und marktorientiertem Vertrieb.
Quellen: Immobilienstrategie
Unsere im August 2026 kommunizierte Pipeline mit einem potenziellen Entwicklungsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro umfasst Projekte unterschiedlicher Reife. Wir ordnen sie nach einem einheitlichen Prozess – vom ersten Kontakt bis zur Umsetzung:
Early Stage / Vorprüfung: Wir identifizieren eine Gelegenheit und prüfen Markt, Nachfrage, Baurecht und erste Wirtschaftlichkeitsannahmen.
Active Negotiations / Verhandlungen: Wir verhandeln mit dem Verkäufer, vertiefen die Due Diligence und prüfen Finanzierung, Baukosten und Vertrieb.
Exklusivität: Wir können das Projekt für einen vereinbarten Zeitraum vorrangig prüfen und die Vertrags- und Finanzierungsstruktur konkretisieren. Ein Erwerb ist damit noch nicht gesichert.
Signing: Wir unterzeichnen den Kaufvertrag. Bis zum Closing bereiten wir Finanzierung, GU-Vergabe, Vertriebsunterlagen und Vermarktung weiter vor.
Closing: Nach Erfüllung der vertraglichen Voraussetzungen vollziehen wir den Erwerb; anschließend setzen wir das Projekt operativ um.
So wird nachvollziehbar, wie sich eine Investmentchance Schritt für Schritt zu einem finanzierten und umsetzbaren Projekt entwickelt. Die Pipeline ist kein bereits erworbener Immobilienbestand; ihr Wert liegt in der Qualität und der fortschreitenden Umsetzung dieser Chancen.
Quellen: Unternehmensmeldung vom 19.08.2026
Der Gross Development Value (GDV) beschreibt die erwarteten Verkaufserlöse eines Projekts. Die Total Investment Costs (TIC) erfassen die kalkulierten Gesamtinvestitionen einschließlich Erwerb, Bau und weiterer Projektkosten. Aus der Differenz ergibt sich noch nicht automatisch der Nexum zurechenbare Gewinn: Finanzierung, Steuern, Partneranteile und Vertragsstruktur sind zu berücksichtigen. Wir unterscheiden deshalb Projektvolumen, eigene Kapitalbindung und wirtschaftlichen Ergebnisanteil. Das erleichtert Investoren die Einordnung, ohne vertrauliche Einzelkalkulationen laufender Verhandlungen offenzulegen.
Cashflow zeigt, wann Geld tatsächlich ab- und zufließt. Ein reserviertes Apartment ist noch kein Verkauf; auch ein notarieller Kaufvertrag führt nicht automatisch zu einem sofortigen Zahlungseingang. Zahlungstermine hängen vom Vertrag und den gesetzlichen Voraussetzungen ab. Deshalb verfolgen wir neben der Projektmarge insbesondere Vorvertrieb, Beurkundungen, fällige Kaufpreisraten, tatsächliche Zahlungseingänge und verbleibende Kapitalbindung. Unser Ziel ist nicht der letzte theoretisch erzielbare Euro, sondern ein attraktives Projektergebnis bei möglichst früher und planbarer Kapitalrückführung – eben eine hohe Kapitalrotation.
Quellen: Finanzberichte · Immobilienstrategie
Klassische Projektentwickler beginnen häufig mit dem Grundstückserwerb und schaffen anschließend über mehrere Jahre Baurecht – mit Planänderungen, Genehmigungsverfahren und entsprechend langer Kapitalbindung. Wir konzentrieren uns bewusst auf die spätere, für die operative Wertschöpfung entscheidende Phase. Diesen Ansatz verstehen wir als umsetzungsorientierte Projektentwicklung: Wir erwerben bevorzugt Projekte mit Baugenehmigung oder mindestens einem positiven, belastbaren Bauvorbescheid. Bereits zwischen Signing und Closing, das bei unseren Transaktionen regelmäßig drei bis zwölf Monate dauern kann, finalisieren wir die Finanzierung, bereiten die GU-Ausschreibung und möglichst verbindliche Baukosten- und Terminvereinbarungen vor und entwickeln mit dem Vertrieb die Vermarktungsunterlagen. So verkürzen wir die Zeit vom Erwerb bis zur Umsetzung und begrenzen frühe Baurechts-, Baukosten- und Vermarktungsrisiken. Ein Bauvorbescheid ersetzt keine Baugenehmigung; verbleibende Risiken prüfen wir vor jeder Investition.
Viele Projektentwickler und Eigentümer stehen unter Druck: Finanzierungskosten sind gestiegen, Anschlussfinanzierungen schwieriger und Kapital ist knapper. Wir bauen unser neues Immobiliengeschäft in dieser Marktphase auf und müssen dabei keinen über Jahre gewachsenen eigenen Bestand an problematischen Altprojekten restrukturieren. Das schafft Handlungsspielraum, um ausgewählte Vorhaben mit guter Substanz günstiger zu erwerben. Wir suchen keine Krise um ihrer selbst willen. Interessant sind Projekte, bei denen Nachfrage, Baurecht, Finanzierung und Exit auch unter realistischen Annahmen funktionieren.
Quellen: Immobilienstrategie
Notleidende Immobilienkredite (Non-Performing Loans, NPLs), gescheiterte Finanzierungen und Restrukturierungen können Zugang zu attraktiven Wohnprojekten eröffnen. Wir prüfen je nach Fall den Erwerb der Immobilie, den Einstieg in die Projektgesellschaft, eine Restrukturierung der Finanzierung oder den Erwerb einer besicherten Forderung. Unser Ziel ist nicht der Aufbau eines Inkassogeschäfts. Wir wollen Projekte mit wirtschaftlicher Substanz übernehmen, neu finanzieren und zur Fertigstellung und zum Verkauf führen. Jede Transaktionsstruktur prüfen wir rechtlich und wirtschaftlich.
Quellen: Immobilien-Ankaufsprofil · Rechtlicher Rahmen für Kreditdienstleistungen
Wir verbinden Transaktionszugang mit Kapital und operativer Umsetzung. Banken und Verkäufer finden bei uns einen Partner, der nicht nur einen Kaufpreis bewertet, sondern auch Finanzierung, Baurecht, Bauvergabe und Vertrieb organisieren will. Family Offices und institutionelle Kapitalgeber können über projektbezogene Beteiligungen Zugang zu ausgewählten Immobilienopportunitäten erhalten, ohne die Umsetzung selbst aufbauen zu müssen. Unsere Vergütungen, Kapitalbeiträge, Sicherheiten und Ergebnisanteile werden projektbezogen vereinbart. Entscheidend ist, dass aus einer schwierigen Ausgangslage ein tragfähiges Wohnprojekt wird.
Quellen: Kontakt und Ankaufsprofil
Unternehmen, Menschen & Karriere
Wir verbinden Immobilien-, Finanzierungs-, Kapitalmarkt- und Vertriebskompetenz in einer Organisation mit kurzen Entscheidungswegen. Entscheidend sind für uns klare Verantwortung, Transparenz und messbare Ergebnisse. Informationen über unseren Vorstand und Aufsichtsrat stehen im Investor-Relations-Bereich. Unsere Arbeitsweise, Standorte und aktuellen Stellenangebote finden Interessenten unter Unternehmen & Kultur. Wir wiederholen die dortigen Lebensläufe bewusst nicht in diesen FAQ.
Quellen: Unternehmen & Kultur / Karriere · Investor Relations – Organe
Unternehmenshistorie, Finanzberichte & Transparenz
Ja. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat das Insolvenzverfahren der früheren creditshelf AG mit Beschluss vom 12. September 2026 aufgehoben. Zuvor war der bestätigte Insolvenzplan umgesetzt worden. Wir haben den börsennotierten Rechtsträger übernommen und das Geschäftsmodell 2026 auf Wohnimmobilien ausgerichtet. Die Insolvenzphase gehört damit zur Unternehmenshistorie. Die rechtliche Kontinuität der AG und etwaige historische Berichts- und Folgepflichten bleiben davon unberührt. Der gerichtliche Beschluss ist auf unserer Website einsehbar.
Quellen: Gerichtlicher Aufhebungsbeschluss
Ja. Im September 2026 haben wir die ausstehenden Berichte für die Jahre 2023 bis 2025 veröffentlicht, einschließlich der Rumpfgeschäftsjahre 2024. Auch der Halbjahresfinanzbericht 2026 ist verfügbar. Diese Unterlagen betreffen weitgehend das frühere creditshelf-Geschäft und die damalige Sanierung, nicht die Ertragskraft unserer neu aufgebauten Immobilienplattform. Wer den jeweiligen Prüfungsstatus wissen möchte, findet ihn im Originalbericht. Veröffentlichung und Testat sind zwei unterschiedliche Sachverhalte.
Quellen: Finanzberichte 2023–2026
Governance, Strukturen & Risiken
Jedes Projekt durchläuft eine strukturierte Prüfung durch unser Investmentteam. Wir analysieren Käufernachfrage, Ankaufspreis, Baurecht, Baukosten, Finanzierung, Vertrieb, erwarteten Cashflow und die wesentlichen Risiken. Anschließend wird das Projekt dem Investment Committee vorgelegt. Dessen Zustimmung ist für jedes Projekt erforderlich. Erst danach trifft der Vorstand die abschließende Investitionsentscheidung und verantwortet ihre Umsetzung. Soweit gesetzlich oder nach den internen Zuständigkeitsregeln notwendig, holen wir zusätzlich die Zustimmung des Aufsichtsrats ein. Diese klare Reihenfolge verbindet Investmentdisziplin mit zügigen Entscheidungen.
Quellen: Corporate Governance und IR
Wir strukturieren Immobilienvorhaben häufig in eigenständigen Projektgesellschaften (SPVs). So können wir Vermögenswerte, Finanzierung, Investorengelder, Gebühren und Zahlungsströme dem jeweiligen Projekt zuordnen. Die Struktur erleichtert die wirtschaftliche Steuerung und die Zusammenarbeit mit Partnern. Sie schließt Risiken für die Nexum Group AG aber nicht automatisch aus: Bürgschaften, Garantien, Nachfinanzierungen oder andere Verpflichtungen können auf unsere Gesellschaft zurückwirken. Solche Positionen müssen bei der Projektentscheidung und im Reporting berücksichtigt werden.
Quellen: Investor Relations
Unser Erfolg hängt davon ab, dass wir Projekte wirtschaftlich erwerben, finanzieren, fertigstellen und verkaufen. Risiken entstehen durch Zinsen, Baukosten, Baurecht, Verzögerungen, Verkaufspreise und ausbleibende Zahlungseingänge. Künftige Kapitalerhöhungen können Beteiligungsquoten verwässern. An der Börse können niedrige Umsätze und breite Geld-Brief-Spannen zu starken Kursschwankungen führen. Wir begrenzen Risiken durch Auswahl, Finanzierung, GU-Verträge und frühen Vertrieb; ausschließen können wir sie nicht. Entscheidend ist unsere tatsächliche Umsetzung, nicht allein das Volumen der Pipeline.
Quellen: Finanzberichte und Risikohinweise · Investor Relations

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Nexum schafft eine neue Kategorie in der Wohnungsentwicklung – und verbindet Investment, Umsetzung und Vertrieb in einer integrierten und datenbasierten Wertschöpfungskette. Für Investoren, Partner und Projekteigentümer entsteht so ein strukturierter Ansatz für die Projektentwicklung mit klarer Umsetzung, definierten Exit-Strategien und Zugang zu den Kapitalmärkten.
Für weitere Informationen zu unserem Unternehmen, unseren Projekten und Partnerschaftsmöglichkeiten nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.